Skip to main content

Die beste Gasmaske jetzt im Vergleich finden - Die Lage entspannt sich tortzdem bitte immer Verfügbarkeiten prüfen.

Biowaffen und giftige Kampfstoffe – Teil 1

Lost / Senfgas

Lost ist das erste Kampfgas, das entwickelt wurde. Es wurde bereits 1822 hergestellt, seine tödlichen Eigenschaften wurden jedoch nicht vor 1960 entdeckt. Im 1. Weltkrieg oblag die Produktion von Lost und deren Optimierung sowie die Organisation von Gasangriffen (auf deutscher Seite) dem Chemiker Fritz Haber.

Es wurde das erste Mal in der Nacht vom 12/13 Juli 1917 bei Ypres in Flandern eingesetzt. Weitere Einsätze mit Lost fanden 1935 in Äthiopien und im Iran-Irak Krieg statt.

Während dem 2. Weltkrieg wurden riesige Mengen dieses Gases von den Achsenmächten und den Alliierten hergestellt, die jedoch nie zum Einsatz kamen.

Im Kalten Krieg wurde das im 2. Weltkrieg produzierte Gas von der Sowjet Union und den Vereinigten Staaten für den Notfall gelagert.

Heute wird Lost in kleinen Dosen gegen Leukämie und Lymphknotenkrebs verwendet, da es vor allem das Knochenmark und das Lymphsystem angreifen, und somit die Produktion weißer Blutkörperchen hemmt.

Lewisit

Lewisite wurde von den Amerikanern gegen Ende des 1. Weltkrieges entwickelt.

Während des 2. Weltkriegs lagerten in Amerika und in Deutschland beträchtliche Mengen dieses Gases.

Im Verlauf des 2. Weltkrieges wurde Lewisit durch die Entdeckung von BAL (Britisch Anti-Lewisite; 2,3-dimercaptopropanol), das ein billiges und effektives Gegenmittel zu Lewisit war, nutzlos.

Es wird vermutet, dass der Irak Lewisit neben Senfgas bei seinen Gasangriffen benutzte.

Sarin

Sarin wurde 1938 ebenfalls von G. Schrader entdeckt. Im Juli 1944 wurden 30 Tonnen Sarin in Testfabriken hergestellt. 2 große Anlagen für die Massenfabrikation waren am Ende des 2. Weltkrieges in Deutschland in Bau.

Während dem Kalten Krieg lagerten in Amerika und der Sowjetunion große Mengen Sarin.

Sarin kam nie zum Einsatz im Krieg, obwohl man vermutet, dass der Irak Sarin beim Angriff auf das Dorf Birjinni am 25. August 1988 verwendet hatte (Erwartete Sarin-Zerfallsprodukte wurden in dieser Gegend festgestellt).

Im Juni 1994 in Zentral Japan wurden 7 Personen bei einem Terroranschlag mit Sarin getötet, 200 verletzt. Man vermutet nun die Aum Shrin Kyo dahinter.

Am 20. März 1995 ließen die Aum Shrin Kyo kleine Mengen Sarin in die U-Bahn von Tokyo. 8 Personen starben vor Ort, 4 im nach hinein, 5500 wurden verletzt.

Phosphorsäure

1973 berichteten Bellet und Casida erstmals über bicyclische Phosphorsäureester, die trotz hoher Toxizität keine Blockierung der Cholinesterase bewirken.

Für das Militär sind diese Stoffe so interessant, da sie völlig neue Bedingungen für Nachweis, Schutz und Entgiftung schaffen. Derzeit sind sie im Kampfgebiet noch nicht nachweisbar.

VX Gas

Die Phosphorylthiocholin-Klasse wurde unabhängig von Ranaji Goshem vom Imperial Chemical Industries Limited (USA) und von Lars-Erik Tammelin vom Schwedischen Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums 1950 entdeckt. Kurz darauf begann eine systematische Erforschung dieser Klasse von der U.S. Army im Edgewood Arsenal.

1955 erschien das erste V-Gas (Amiton) das nicht ganz so toxisch ist, da es lediglich ein Dialkoxyphosphorylthiocholine ist. Erst später wurden die Alkoxyalkylphosphorylthiocholine entdeckt, deren bekanntester Vertreter VX-Gas ist.



Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *